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© 2018 Raiffeisen Wölfe

Wölfe mit fulminantem Schlussspurt

August 24, 2017

2. Bundesliga Süd-Ost. Der letzte Spieltag der 2. Bundesliga Süd-Ost brachte eine Besonderheit für die Raiffeisen Wölfe mit sich. Durch einen Nachholspieltag standen vier Spiele auf dem Programm. Zwei Spiele zu Hause am Samstag gegen den Tabellenletzten, Fürth Pirates, und ein weiterer Doubleheader gegen den Zweiten in Gauting am Sonntag. Und an beiden Tagen ging es um nichts anderes, als sich in eine möglichst gute Ausgangsposition im Abstiegskampf zu bringen. Dies gelang den Baseballern des TV 1877 Lauf e.V. eindrucksvoll. Fürth wurde mit 10:0 und 5:2 geschlagen. Gegen Gauting drehten die Wölfe kurz vor Ende einen Rückstand und gewannen mit 13:11. Damit wurde der Klassenerhalt aller Voraussicht nach geschafft. Für einen weiteren Sieg und damit der Sicherheit, nächstes Jahr wieder in der 2. Bundesliga an den Start zu gehen, fehlten dann die Kräfte.

 

Gleich zu Beginn sorgte Johannes Bassfeld für das Highlight dieses baseballreichen Wochenendes. Ihm gelang, was nur wenige Pitcher in ihrer Karriere schaffen. Er warf über die verkürzte Spielzeit von sieben Innings einen „No-Hitter“, also ein nahezu perfektes Spiel. Nur ein Schlagmann der Fürther erreichte durch einen Fehler der Verteidigung das erste Base und wurde dort postwendend von Johannes Bassfeld ausgemacht. Sonst war für die Fürther Offensive nichts zu holen. Zehn Schlagleute wurden zudem per Strike Out auf die Bank zurückgeschickt. In der Offensive der Raiffeisen Wölfe platzte im fünften Inning der Knoten, als Nils Schmidt bei Bases Loaded den Ball tief ins Centerfield schlug, drei Punkte zur 5:0-Führung ins Ziel brachte und selbst ein Triple erlaufen konnte. Im siebten Durchgang machte Joe Germaine mit einem weiteren Triple, der die Punkte neun und zehn über die Homeplate brachte, den Sack zu. Beim Stand von 10:0 wurde dann das Spiel zu Gunsten der Wölfe beendet.

 

Im zweiten Spiel machte Richard Philippi seinen zweiten Start für die Raiffeisen Wölfe. Der US-Amerikaner konnte sich dabei ganz auf seine Verteidigung verlassen. Im ersten Inning spielten Shortstop Joe Gemaine und Second Baseman Georg Fuchs eins von insgesamt drei Double Plays an diesem Wochenende. Im Gegenzug schlug Georg Fuchs mit einem Double entlang der Leftfieldline Joe Germaine und Johannes Bassfeld, die mit Walk und Hit by Pitch auf Base gekommen waren, zur 2:0-Führung nach Hause. Und im vierten Inning legte sein Middle-Infield-Partner, Joe Germaine, mit einem Double und zwei RBI nach und brachte die Raiffeisen Wölfe endgültig gegen den stark werfenden holländischen Werfer Joep Meulendijks auf die Siegstraße. Richard Philippi konnte sich nach Schwierigkeiten im zweiten und dritten Inning wieder fangen und das Spiel sicher zu Ende bringen. Mit 5:2 war der zweite Sieg des Wochenendes unter Dach und Fach.

 

Mit dem Schwung der zwei Siege fuhren die Raiffeisen Wölfe am nächsten Tag nach Gauting. Und machten weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Nach zwei Innings lagen die Raiffeisen Wölfe bereits mit 5:2 in Front. Im dritten Inning drehten die Gauting Indians jedoch das Spiel und gingen mit 7:5 in Führung. Für Starting Pitcher Matthias Weydenhammer übernahm nun Dominik Leipold den Werferhügel und beendete das Inning mit einem spektakulären Double Play, bei dem er nach einem Aus am ersten Base noch einen Runner an der Homeplate auswarf. Für Dominik Leipold folgten im weiteren Spielverlauf Lukas Smolka und erneut Johannes Bassfeld als Pitcher und beendeten das Spiel mit vereinten Kräften. In der Offensive bäumten sich die Wölfe beim Stand von 6:9 gemeinsam auf und drehten mit sieben Punkten im achten Inning das Spiel. Philipp Weydenhammer startete das Inning mit einem tiefen Double. Es folgten Joe Germaine mit einem Hit by Pitch, Johannes Bassfeld mit einem Error und Georg Fuchs mit einem weiteren Hit by Pitch auf Base. Bei Bases Loaded wartete Einwechselspieler Johannes Toth auf seinen Pitch und schlug diesen zur 10:9-Führung an den Outfieldzaun. Ihm folgte Spielertrainer Jonas Buchholz, der ebenfalls genau Maß nahm und den Ball zum Two-Run-Homerun über den Zaun im Leftfield beförderte. Durch einen weiteren Schlag überquerte außerdem Dominik Leipold zum zwischenzeitlichen 13:9 die Homeplate. Im direkten Gegenzug mussten die Raiffeisen Wölfe zwar zwei Punkte der Indians hinnehmen. Am Ende reichte der Vorsprung jedoch aus, um den dritten Sieg des Wochenendes zu feiern. Mit diesem Sieg hatten die Laufer vier Siege Vorsprung auf die Abstiegsränge und damit den Klassenerhalt nahezu in trockenen Tüchern.

 

Damit fiel bei allen Beteiligten die Anspannung ab. Dies gepaart mit bereits drei Spielen in den Knochen führten bei den Raiffeisen Wölfen im zweiten Spiel gegen die Gauting Indians zu einigen Ungenauigkeiten und Fehlern, was schließlich zur 4:10-Niederlage führte. Für die Laufer hatte Joe Germaine seinen ersten Einsatz als Pitcher in dieser Saison. Er warf fünf Innings und nur einer der fünf zugelassenen Punkte wurde ihm zugeschrieben. Für ihn übernahm Nachwuchsspieler Nils Schmidt und konnte wichtige Spielpraxis erlangen. Insgesamt konnte Trainer Jonas Buchholz das ganze Wochenende auf einen großen Kader zurückgreifen und insgesamt 16 Spieler einsetzen, was gerade im Hinblick auf die neue Saison ein gutes Zeichen ist. Mit einer Bilanz von vierzehn Siegen und achtzehn Niederlagen stehen die Raiffeisen Wölfe damit weiter auf dem siebten Platz. Da sie als einzige Mannschaft bereits alle Spiele absolviert haben, bleibt abzuwarten, auf welchem Platz die Wölfe die Saison endgültig beenden werden. Für den Klassenerhalt sollte es zumindest gereicht haben. 

 

Es spielten: Philipp Weydenhammer (2 Hits/4 Runs), Joe Germaine (7/6), Johannes Bassfeld (5/4), Georg Fuchs (1/2), Nils Schmidt (3/3), Jonas Buchholz (2/2), Rin Koyama (1/2), Johannes Toth (1/1), Holger Jandl (1/1), Sven Dannhauser (1 R), Lukas Smolka (1 H), Dominik Leipold (2/2), Matthias Weydenhammer, Richard Philippi (2/1), Jan Thäter, Marco Zitzlsperger

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